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Auf der letzten Etappe unserer grossartigen Reise durch die Amerikas von Ushuaia bis Montevideo wurde Ernest von Doriana, einer langjährigen Freundin von uns, welche ich aus der Zeit bei Imholz Reisen (1969/1970) kenne, begleitet. Sie hat ein Tagebuch geschrieben und daraus habe ich (Susanne) einen kurzen Reisebericht (aus Sicht von Doriana und Ernest) erstellt.

2015Zürich - UshuaiakmKoordin. Übernachtungsort
20.01.2015/Di  Flug Zürich, Paris, Buenos Aires0-
21.01.2015/MiFlug Buenos Aires – Ushuaia0 -54.827755S,-68.361272W
22.01.2015/DoUshuaia0-54.827755S,-68.361272W
23.01.2015/FrUshuaia0-54.827755S,-68.361272W
24.01.2015/SaUshuaia – NP Tierra del Fuego24-54.845674S,-68.580009W
25.01.2015/SoNP Tierra del Fuego – Ushuaia26-54.807003S,-68.301582W


Dienstag, 20.01.2015 – Sonntag, 25.01.2015
Der Flug von Zürich via Paris nach Buenos Aires war angenehm und ruhig. In Buenos Aires haben wir den berühmten Friedhof La Recoleta besucht. Er wurde Ruhestätte zahlreicher wohlhabender und prominenter Einwohner. Hier wurden argentinische Präsidenten bestattet, Profisportler, Wissenschaftler und Schauspieler - zu den bekanntesten zählt die zweite Ehefrau von Juan Perón, Eva (Evita) Perón. Im Hotel Claridge haben wir lediglich ein paar wenige Stunden geschlafen – der Wecker ging bereits am frühen Morgen um 02.30 Uhr für den Weiterflug nach Ushuaia los. Bob wurde wohlbehalten angetroffen und bald ging es zum Nationalpark „Tierra del Fuego“. Hier unternahmen wir am Lago Lapataia und am Lago Rocca mit vielen Wasservögeln und Gänsen eine kleine Wanderung. Es war windstill, dafür hatte es viele Stechmücken. Nach einen Zwischenstopp in  Ushuaia beim Camping Rio Pipo ging es anschliessend auf eine Bootsfahrt zu den vorgelagerten Inseln von Ushuaia. Gesehen haben wir verschiedene Arten von Kormoranen und Kolonien von Seelöwen. Als Standplatz für die Nacht haben wir den Parkplatz direkt am Hafen von Ushuaia gewählt.







2015Ushuaia – L. Pehoe/Torres d.P.kmKoordin. Übernachtungsort
26.01.2015/MoUshuaia – San Sebastian295-53.299310S,-68.455703W
27.01.2015/DiSan Sebastian – Lago Blanco231 -54.028735S,-68.932281W
28.01.2015/Mi Lago Blanco – Punta Arenas510 -53.161038S,-70.888760W
29.01.2015/Do Punta Arenas0-53.161038S,-70.888760W
30.01.2015/FrPunta Arenas – Puerto Natales327-51.729515S,-72.514160W
31.01.2015/Sa Punerto Natales – Lag. Azul TdP158 -50.873598S,-72.738680W
01.02.2015/SoLaguna Azul – Lago Pehoe42-51.107442S,-72.987007W

Montag, 26.01.2015 – Sonntag, 01.02.2015
Auf der Ruta 3 fuhren wir vorbei am Skigebiet von Ushuaia und am Lago Fagnano durch hügeliges Bergland und weiter durch das flache Feuerland bis nach Rio Grande und dann der Atlantikküste folgend bis San Sebastian, dem Grenzort nach Chile. Da kein Fleisch, Obst und Gemüse eingeführt werden durfte, mussten wir ein etwa 900-grämmiges Rindsfilet verdrücken. Ein Schnaps danach war zwingend. Die Einreise nach Argentinien erfolgte problemlos. Die unendlich flache und weite Landschaft beeindruckte uns sehr. An der Bahia Inutil sahen wir die einzige Königspinguinpopulation ausserhalb der Antarktis. In südlicher Richtung ging es vorbei an der Estancia Cameron ins Inselinnere zum See Lago Blanco zur Hosteria Las Lengas. Wir wurden empfangen mit einem Pisco Sour und durften hier auch hinter dem Haus an geschützter Lage die Nacht verbringen. Wie bereits auf der Hinfahrt und wieder auf der Fahrt nach San Sebastian haben wir viele Guanakos und Schafe gesehen. Ernests Knie schmerzte und er versuchte, die Schmerzen mit Tabletten und Cremes in den Griff zu bekommen. In Punta Espora erreichten wir gerade noch die Fähre für die Überfahrt über die Maggelanstrasse nach Punta Delgada. Wir fuhren an der Estancia San Gregorio vorbei, einer verlassenen Schaffarm mit vielen ruinösen Gebäuden. Der Diesel wurde knapp, bis Punta Arenas zum Hafen, unserem Übernachtungsort, hat es aber gerade noch gereicht. In Punta Arenas besuchten wir die Casa Braun-Menendez, ein schönes Herrschaftshaus mit Mobiliar, Teppichen und Tapeten, alles aus Europa importiert. Doriana besuchte den Friedhof mit vielen Deutschen und Kroatischen Einwanderern, welche hier ihre letzte Ruhe gefunden haben. Auch die Nao Victoria hat Doriana auf eigene Faust besichtigt. Die Nao Victoria war ein 27 Meter langes und 7 Meter breites Schiff. Sie war Teil der von Magellan befehligten Flotte, die den Seeweg durch den amerikanischen Kontinent entdeckte, und sie war das einzige der fünf Schiffe, das (unter Befehl von Sebastian Elcano) die erste Weltumsegelung vollendete. Sie war das erste Schiff, das die Region 1520 erforschte – genannt seien Patagonien, Cabo Virgenes, die Magellanstraße,Feuerland und der Pazifische Ozean – und dadurch hatte sie auch Anteil an der Entdeckung Chiles. Die Nao Victoria ist eins der berühmtesten Schiffe in der Weltgeschichte der Seefahrt.
Am nächsten Tag besuchten wir bei Sonnenschein und fast keinem Wind die Pinguinera Seno Otway, eine schöne Anlage mit zahlreichen Magellan Pinguinen. In Puerto Natales, dem Tor zum Park Torres del Paine parkierten wir am Hafen bei prächtigem Wetter. Ein Rundgang durch das Städtchen, Wäsche in die Wäscherei bringen, Einkäufe im Souvenir-Shop, Karten kaufen und ein feines Nachtessen – ein ereignisreicher Tag ging zu Ende. Wir haben den hübschen Ort mit Blick auf die Berge und den Glaciar Serrano in Richtung Torres del Paine verlassen und trafen unterwegs auf Uwe und Claudi mit ihrem neuen kleinen Hund Mia. Ein freudiges Wiedersehen für Ernest und die beiden, welche sich das letzte Mal in den USA, in Mendocino gesehen haben. Es gab viel zu erzählen und zu erklären und eine „Fotosession“ für Susanne. Uwe und Claudi waren südwärts unterwegs und so haben sich unsere Wege leider wieder getrennt. Im Park Torres del Paine fuhren wir bis zum Lago Azul. Was für ein Panorama: Der Cerro Paine Grande in voller Pracht, zwar viel Wind aber volle Sonne und keine Wolken. Hier trafen wir auf zwei Holländer, Lud und Gerda, schon seit 11 Jahren unterwegs, richtige „alte Hasen“, welche viel zu erzählen hatten. Leider durften wir nur eine Nacht am Lago Azul stehen und mussten am nächsten Tag weiter. Durch wunderbare Landschaft, vorbei am Lago Nordenskjöld und der Besichtigung des grossartigen Wasserfalles ging es bis zum Camping Lago Pehoe am Lago Pehoe, unserem nächsten Übernachtungsort. Im dazugehörenden Restaurant gab es ein feines Nachtessen. Ein voller Mond schien und die Berge des Cerro Paine Grande mit 3050m Höhe, die Spitzen des Paine Chico mit 1720 m Höhe, des Torre del Paine mit 2850 m Höhe und des Cuernos del Paine mit 2600m Höhe, sahen aus wie gemalt.








2015Torres del P. - Baja Caracoles
kmKoordin. Übernachtungsort
02.02.2015/Mo Lago Pehoe – Camp. Serrano/TdP 55-51.227578S,-72.970744W
03.02.2015/DiTorres del Paine – Punta Bandera347 -50.312918S,-72.796945W
04.02.2015/MiPunta Bandera – Lago Rocca106-50.530569S,-72.791313W
05.02.2015/DoLago Rocca0 -50.530569S,-72.791313W
06.02.2015/Fr Lago Rocca – Chaltén/Fitz Roy268-49.321677S,-72.894382W
07.02.2015/SaChaltén/Fitz Roy0-49.321677S,-72.894382W
08.02.2015/SoChaltén – Baja Caracoles472-47.444173S,-70.926057W

Montag, 02.02.2015 – Sonntag, 08.02.2015
Vom Lago Pehoe ging es zum Lago Grey. Eine kurze Fahrt durch schöne Landschaft mit viel Wind. Vom Parkplatz des Hotel Grey weiter zu Fuss zum Strand, dick eingepackt in Windjacke und Mütze. Es ging ein stürmischer Wind und wir mussten dagegen kämpfen und konnten kaum ein Wort austauschen. Doriana hat sich vorgestellt, dass es so gewesen sein musste, als die Polarforscher Scott und Amundson in der eisigen Wüste der Antarktis unterwegs waren. Die Aussicht auf der Halbinsel war grandios und einmalig und der Snack und Kaffee im Hotel Grey nach der Rückkehr wohlverdient. Leider war es für eine Bootsfahrt auf dem Lago Grey zu windig. Im Camping Rio Serrano trafen wir auf Petra und Frank (Kondor Tours) und verbrachten einen lustigen Abend bei Wein und Gesang in vielen Sprachen (Italienisch, Französisch, Englisch und Schwyzertütsch und Schwäbisch) und viel Gelächter – ein total gelungener Abend, ausser den vielen Stechmücken. Kaum zu glauben, am Tag orkanartige Winde, am Abend total windstill.
Es ging weiter, erst zur Granze Cerro Castillo nach Argentinien und dann nordwärts durch die Pampa in Richtung Lago Argentino bis nach Calafate, einem hübschen Ort mit ca. 18‘000 Einwohnern. Alles ist auf Touristen angelegt und es gibt zahlreiche Touren Anbieter, Souvenirshops und auch ein Casino. Nach einem Lebensmitteleinkauf für die nächsten drei Tage fuhren wir entlang dem Lago Argentino bis nach Punta Bandera und haben wieder direkt bei der Schiffsanlagestelle für die Fahrten zum Upsala-Gletscher parkiert und genächtigt. Wir hatten Glück und konnten dank einem netten jungen Argentinier noch zwei VIP Plätze ergattern. Kosten USD 75.- inklusive Essen und Champagner. Nach der Fahrt durch den Kanal der treibenden Eisberge liegt er endlich vor uns: Glacier Upsala, der größte Gletscher des Nationalparks. Mit etwa 565 km² ist er sogar einer der größten Gletscher der Erde. Seine gewaltige Eismasse zieht sich über 60 km vom Campo de Hielo Sur hinunter bis an den Lago Argentino, wo er auf einer Breite von 4,5 km mit einer fast 60 m hohen Abbruchkante spektakulär endet. Unter Wasser geht es unsichtbar weiter - noch einmal über 130 Meter in die kalte Tiefe. Dennoch schwimmt der Gletscher hier auf dem See, der über 700 m tief ist, ausgehobelt von den Eismassen der letzten Eiszeiten. In den letzten Jahren hat der Upsala ungefähr 5 km an Länge verloren, was durch riesige Eisberge angezeigt wird, die sehr langsam schmelzend im See treiben. Auch nach Jahren sind einige der Riesen noch nicht vollständig geschmolzen. In etwa 400 m Entfernung von der gewaltigen Gletscherfront stellt der Kapitän dann den Motor aus und man kann in Ruhe alles betrachten. Näher kommt man nicht heran, denn das Wasser ist auch hier mit Eisbergen übersäht. Wenn unerwartet ein Teil der Kante abbrechen sollte, dann taucht der Eisblock erst einmal unter und kommt dann unkontrolliert von unten wieder zum Vorschein. Keine Chance für ein Boot, welches sich zu nah herangewagt hat, auch die Flutwellen bei einem Abbruch sind gewaltig. Würde hier jemand über Bord fallen, hätte er im ca. 3°C kalten Wasser eine Überlebenschance von nur wenigen Minuten. Der Sicherheitsabstand muss also auf jeden Fall eingehalten werden. Ausser dem Upsala haben wir auch den Spegazzini Gletscher gesehen, welcher sich zwischen zwei Bergen Richtung See schiebt. Mit Bob ging es zum Perito Moreno. Nochmals eine Steigerung der Sinne. Wenige Stufen führen zum ersten Aussichtspunkt und schon sahen wir die gigantischen Eismassen vor unseren Augen. Doriana hat es fast umgehauen und Ernest war auch nach dem zweiten Besuch wieder total fasziniert. Auf toll angelegten Stegen und Aussichtspunkten gelangt man nahe an die gigantischen Eismassen. Ein Café Con Leche in der Cafeteria musste sein und dann ging es den langen Weg zurück zum Bob. Beim Camping Lago Rocca trafen wir wieder auf Claudi, Uwe und die kleine Mia, welche freudig an uns hochgesprungen ist. Den Apéro mit selbstgebackenem Brot von Claudi sowie das feine Nachtessen mit Reis und Entrecote, wie in Spanien erst um 22.30 Uhr, haben sehr gut gemundet. Doriana spukten all die tollen Eindrücke im Kopf herum, so dass sie Mühe hatte einzuschlafen. Der nächste Tag war Ruhetag. Gelegenheit Bilder auf den PC zu laden, Bob etwas sauber zu machen und für Ernest mit der kleinen Mia „Schule“ zu machen. Nach einem langen Spaziergang am See mit Mia gab es Nachtessen im Freien. In der Nacht kühlte es jeweils merklich ab. Nochmals wurde Geld gewechselt in Calafate, eingekauft und im Kaffee bei feinen süssen Gipfeli im Internet gesurft. Nach ca. 260 km Fahrt sahen wir zum ersten Mal den Lago Viedma mit seinem türkisblauen Wasser und den Bergen des Fitz Roy im Hintergrund. Der Fitz Roy, zuerst noch wolkenverhangen, am Abend dann aber doch plötzlich frei, war ein toller Anblick. In Chalten haben wir am äussersten Ende des Ortes parkiert und genächtigt. Ein Ruhetag wurde eingeschaltet und bald ging es auf eine kleine Wanderung Richtung Lago Capri. Wir stiegen einen kleinen Pfad hoch, viele Wanderer waren unterwegs. Über Steinstufen ging es bei starkem Wind, Sonnenschein und klarer Sicht bergauf. Ernest hatte ein geschwollenes Knie, wollte aber unbedingt zum See. Dorianas Hüfte schmerzte ebenfalls und sie hat sich entschlossen umzukehren und nutzte die Gelegenheit im Bob das Tagebuch zu schreiben. Jens und Bärbel aus Hamburg haben wir kennen gelernt. Sie reisen ebenfalls mit einem Wohnmobil durch Südamerika. Ebenfalls auf dem Platz stand Jonathan, ein guter Reisebekannter, mit welchem wir bereits im Herbst durch die Lagunen Route in Bolivien gereist sind. Am Sonntag gab‘s Frühstück im Restaurant, Eine sogenannte Überführungsetappe mit insgesamt 479 Fahrkilometern stand heute auf dem Programm. An der R 40 nahmen wir Samuel, ein Autostopper mit. Wir sahen ihn schon in Chalten stehen mit einem Schild „Tengo Mate“ – Ernest hätte ihn sicher schon dort mitgenommen, wenn auf dem Schild gestanden wäre „Tengo Vino“ (Scherz von Doriana). Samuel ist aus dem Südtirol und studierte Önologe und war auf dem Weg nach Mendoza zu seinem neuen Arbeitgeber. Diese Adresse haben wir erhalten und wollen dort später einen Besuch abstatten. Baja Caracole ist eine trostlose Station in „the midle of nowhere“  mit einer Tankstelle, 5 bis 6 Hütten und einer Bar mit Bier und Junkfood – keine schöner aber ein belebter und betriebsamer und deshalb eine recht guter Übernachtungsort. Hier haben wir auch nach dem Besuch der Cuevas nochmals übernachtet.














2015B. Caracoles – P. TranquillokmKoordin. Übernachtungsort
09.02.2015/MoCaracoles – C. Los Manos – BC118 -47.444173S,-70.926057W
10.02.2015/DiB. Caracoles – Chile Chico213-46.537228S,-71.725787W
11.02.2015/MiChile Chico – Puerto Bertran134-47.018333S,-72.830556W
12.02.2015/DoPuerto Bertran – Tortel175-47.795556S,-73.530833W
13.02.2015/FrTorel – Villa O’Higgins141-48.466111S,-72.561389W
14.02.2015/SaVilla O’Higgins – Puerto Bertran275 -47.016111S,-72.830278W
15.02.2015/SoPuerto Bertran – P. Tranquillo92 -46.616988S,-72.676111W

Montag, 09.02.2015 – Sonntag, 15.02.2015
Zur Cueva de las Manos waren es etwa zwei Stunden Fahrt auf Schotterstrasse. Eine gute Führerin erklärt und die Höhlenzeichnungen, vorwiegend Hände (etwa 8000) und Jagdszenen aus den Jahren 9000 bis 1500 vor Christus. In der Grenzstadt Perito Moreno, einem eher staubigen Ort in der Pampa, wurde getankt und im 20km entfernten Los Antiguas fuhren wir wieder nach Chile ein. In Chile Chico konnten wir direkt am See unser Nachtlager aufschlagen. Keine Chance für ein Bad – der Wind zu stark und das Wasser zu kalt. Der Lago Argentino heisst auf der Chilenischen Seite Lago General Carrera. An diesem azurblauen See fuhren wir der fantastischen Küste entlang und trafen hie und da auf einen Gaucho auf seinem Pferd. Verkehr hatte es sozusagen keinen. In der Nähe von Puerto Guadal wurde ein Halt bei der Lodge Terra Luna eingeschaltet. Gutes Wifi und gutes Essen liess uns dort gute drei Stunden verweilen. In Puerto Bertrand, einen hübschen kleinen Ort, durften wir Bob an der Seepromenade beim Steg parkieren, haben ein paar Einkäufe getätigt und dort auch genächtigt. Auf der Carretera Austral ging es, vorbei an Cochrane, südwärts Richtung Villa O’Higgins. Zwei Tramper, Diego und Vincente, nahmen wir bis Tortel mit und erhielten gute Tipps für Parkbesuche im nördlichen Teil der Carretera Austral. Die eher schlechte Schotterstrasse, teilweise wurden wir recht durchgeschüttelt, führte durch wunderschöne Landschaft und einen grossen Teil entlang dem Rio Baker mit seinem azurblauen Wasser bis nach Tortel. Die Ortschaft liegt an einem Fjord, ist an den Berg gebaut, hat viele Holzstege und zirka 500 Einwohner. Auf der Weiterfahrt trafen wir auf zwei Bikerinnen aus der Schweiz, Barbara und Laura, sei 5 Monaten (gestartet in Lima) unterwegs. Wir verabredeten uns für einen Apéro im Bob in Villa O’Higgins. Es wurde ein netter Abend mit zwei lässigen Frauen. Zeitig mussten wir am nächsten Tag los, um die Fähre um 13 Uhr bei Puerto Yungay zu erreichen. Für einmal war es bedeckt und regnerisch und die Landschaft zeigte sich von der gespenstischen Seite mit dichtem Nebel über dem See und keinerlei Sicht auf die Berge. In Cochrane ging es wieder auf eine Einkaufstour. Ernests Knie war wieder stark geschwollen und die Einnahme von Medikamenten unerlässlich. Nochmals haben wir in Puerto Bertrand übernachtet und sind am Folgetag zur Terra Luna Lodge gefahren. Wunderbares Wetter, Cappuccino auf der Terrasse, gutes Wifi und nette Gespräche und singen mit einem argentinischen Ehepaar. Doriana hat es gefallen. Nach etwa 3-stündiger Fahrt für 56 Kilometer erreichten wir Puerto Tranquillo und haben gleich eine Bootstour zu den Marmorhöhlen gebucht. Zusammen mit 9 anderen Personen sassen wir, ausgerüstet mit Schwimmwesten, im kleinen „nussschalenartigen“ Boot welches schon auf der Hinfahrt recht ordentlich geschaukelt hat. Die Höhlen sind wunderschön und lohnten sich zu besichtigen. Auf der Rückfahrt legte der Wind noch etwas zu und alle, die am Rand gesessen sind wurden nass. Der Bootsführer gab mächtig Gas. Wenn er langsamer gefahren wäre, wäre der Bug des Bootes ins Wasser getaucht. So hat lediglich die Gischt über das Boot gespritzt - nass wurden alle.











2015P. Tranquillo – Puerto MonttkmKoordin. Übernachtungsort
16.02.2015/Mo Puerto Tranquillo – Terra Luna62-46.840000S,-72.688611W
17.02.2015/DiTerra Luna – Coihaique292-45.571944S,-72.064167W
18.02.2015/MiCoihaique – Puerto Cisne212 -44.732222S,-72.682222W
19.02.2015/DoPuerto Cisne – Puerto Puyuhuapi94-44.325833S,-72.558333W
20.02.2015/FrPuerto Puyuhuapi – Chaiten195-42.916944S,-72.712222W
21.02.2015/SaChaiten – Hornopiren69 -41.966111S,-72.468333W
22.02.2015/SoHornopiren – Puerto Montt103 -41.475278S,-72.947222W

Montag, 16.2.2015 – Sonntag, 22.2.2015
Nochmals zurück in der Terra Luna wurde eine Tour für den nächsten Tag mit einem Speedboat zum Leones Gletscher gebucht. Ausgerüstet mit warmer Kleidung, Fotomaterial und Lunchpakete ging es erst einmal über den Lago General Carrera, dann den Rio Leones hoch bis zum oberen Flusslauf. Weiter zu Fuss sanft bergauf durch eine Heidelandschaft. Wieder standen wir an einem See und in der Ferne war schon der Glaciar Leones zu sehen. In einem Zodiak für 9 Personen ging es mit 11 Personen auf eine für Doriana sehr ungemütliche Fahrt. Keine Möglichkeit, sich abzustützen oder wieder hochzurappeln, musste sie die etwa 10 Kilometer lange Fahrt wie ein zusammengeklapptes Sackmesser am Boden des Bootes erdulden und hat weder Kommentare des Reiseleiters gehört noch die tolle Aussicht auf den Gletscher bewundern können. Zirka 100 Meter vor dem Gletscher war die Tortur für sie zu Ende und hinter einer Mauer fanden wir Schutz vor dem Wind und konnten unsere Kleider etwas trocknen und den Lunch geniessen. Für die Rückfahrt durften wir „Suizos“ als erstes einsteigen und so konnte Doriana den Ausflug doch noch einigermassen geniessen. Wieder ging es zurück zu Fuss zum anderen Boot. Nach etwa 20 Minuten Wanderung hatten wir bemerkt, dass ausser drei Japanern, keine anderen Gäste und auch der Guide nicht mehr zu sehen waren und wir uns offensichtlich verlaufen hatten. Dank Navi von Ernest konnte der Richtige Weg bald wieder gefunden werden. Hier sind keine Wegmarkierungen angebracht und nach einer guten Stunde Gehzeit ist uns dann doch noch ein Guide mit einem Funkgerät entgegen gekommen – offensichtlich hatte man unser Fehlen doch noch bemerkt. Die ganze Organisation des Ausfluges war sehr mangelhaft und chaotisch – echt „südamerikanisch“ eben. Wieder zurück bei der Terra Luna Lodge gab es Wein und Essen, bevor es für die Übernachtung wieder nach Puerto Tranquillo ging. Nordwärts, in Coihaique, der Stadt zwischen Land und den Wassern, dem Rio Simpson und Rio Coihaique, wurde direkt an der 5-eckigen Plaza parkiert und übernachtet. Auf dem Markt wurde eingekauft, endlich wieder einmal Gemüse und Salat! In Villa Amengual beim Parque Queulat wurde eine Pause eingeschaltet und weiter ging es durch Gebiet mit mehrheitlich dichtem Wald und mannshohem Farn bis nach Puerto Cisne, einem kleinen Fischerort mit 1500 Einwohnern. Direkt an der Uferpromenade wurde parkiert und für die Nacht geblieben. Im Nationalpark Queulat unternahmen wir eine Wanderung zur Laguna Temparos mit dem überhängenden Gletscher und genossen eine Bootsfahrt bei schönem Wetter. Der Parque Queulat wurde 1983 gegründet und ist 154‘000ha gross. In Puyuhuapi wurde Bob wieder direkt am Wasser abgestellt. Frischwasser erhielten wir am nächsten Morgen bei der Polizei, an der Tankstelle war nichts zu machen. Der Ort Chaiten wurde 2008 vom gleichnamigen Vulkan fast vollständig zerstört und befindet sich immer noch im Aufbau. Auf der Weiterfahrt nordwärts konnten wir doch noch einen kurzen Augenblick den Vulkan Corcovado sehen. Das Wetter war regnerisch und die Berge verhangen. Bei der Rampa Gonzalo wurde die erste Fähre verpasst. Ernest hat Fotos auf den Laptop geladen und Doriana hat Teig gemacht und beide haben nicht bemerkt, dass alle anderen Autos und Laster auf die Fähre an ihnen vorbeigefahren sind! Am Nachmittag klappte es dann mit der Fähre bis nach Leptepu und auch die Fähre mit der 5-stündigen Überfahrt nach Hornopiren hatten sie rechtzeitig erreicht. Ein langer Tag ging erst gegen Mitternacht zu Ende. Auf der Strecke nach Puerto Montt gab es noch eine Fährüberfahrt bevor man auf guter Teerstrasse die grösste Stadt am Ende (oder Anfang!) der Carretera Austral erreicht. Im Fischerviertel gab es ein feines Fischnachtessen. Geparkt wurde Bob wieder auf dem Parkplatz direkt am Meer, mitten in der Stadt.











2015 Puerto Montt – NP ConguilliokmKoordin. Übernachtungsort
23.02.2015/MoPuerto Montt   – Frutillar217 -41.141111S,-73.025278W      
24.02.2015/DiFrutillar0-41.141111S,-73.025278W
25.02.2015/MiFrutillar – Lago Espejo192-40.685556S,-71.694444W
26.02.2015/DoL. Espejo – S.Martin de l. Andes99 -40.160000S,-71.360833W
27.02.2015/FrSan Martin de los Andes – Pucon211 -39.278056S,-71.978889W
28.02.2015/SaPucon0-39.278056S,-71.978889W
01.03.2015/So Pucon – NP Conguillio153-38.646389S,-71.650833W

Montag, 23.02.2015 – Sonntag, 01.03.2015
Im Fischerhafen/Fischerviertel wurde nochmals fotografiert und weiter ging es zum Lago Llanquihue bis nach Ensenade mit hübschen Häuschen, Hotels und Cabanas und sehr gepflegten Grünflächen. In grosser Ferne sieht man den Vulkan Osorno und es geht hoch bis zum Refugio und der Talstation mit Skilift und Sesselbahn. Schwarze Lava Erde und weisser Vulkankegel, ein grandioser Anblick. Nach 1 ½-stündigem Aufenthalt mit Kaffee und Kuchen ging es Richtung Lago Todos los Santos. Die Motorbremse von Bob machte bei der Talfahrt vom Osorno Probleme und muss in der Schweiz gründlich überprüft werden. Unterwegs trafen wir auf Jürgen und Gaby, welche Ernest und Susanne bereits in Ushuaia getroffen haben. Leider mussten sie einen Campingplatz mit Stromanschluss suchen, da die Bordbatterie den Geist aufgegeben hatte. An der Uferstrasse von Frutilar wurde geparkt und nachdem die Wäsche in die Wäscherei gebracht wurde, auch übernachtet. Am Dienstag war Ruhetag in Frutilar. Tagebuchschreiben, Internetsurfen, Daten sichern und Wäsche holen. Nachtessen im Club Alemann – ein gemütlicher Tag.
Via Entre Los Lagos ging es bei starken Winden in Richtung Grenze nach Argentinien. Auf dem Pass lag vor Weihnachten noch Schnee, heute ist es frühlingshaft warm. Die Grenzformalitäten waren schnell erledigt, nicht mal die obligatorische Lebensmittelkontrolle wurde gemacht. Kurz vor der Abzweigung nach San Martin sah Ernest einen türkisblauen See, in welchem Leute badeten. Dahin ging es und Doriana konnte endlich schwimmen gehen. Sogar Tisch und Stühle wurden ausgeladen und aufgestellt und bei Weisswein mit Cackers und guter Musik die herrliche Umgebung genossen. Bekanntschaft wurde gemacht mit Ken und Tanja aus dem Wallis. Ein Parkwächter tauchte spät am Abend noch auf und meinte, Ernest müsste mit Bob wegfahren. Ernest erklärte diesem Wächter, dass er zu viel getrunken hätte und er nicht mehr fahren könne. So zog der Parkwächter schulterzuckend weiter und verschwand. Die schöne Fahrt durch die bergige Landschaft mit vielen kleinen Seen nach San Martin de los Andes dauerte nicht lange. Im Ort wurde direkt am See in einem Park unter hohen Bäumen parkiert. Wieder einmal wurde Bob etwas gereinigt. Ernest erledigte die Aussenreinigung, Doriana die Innenreinigung. Danach gab es ein Bad im See und später ein Nachtessen in einem Restaurant.
Einkauf in Junin de los Andes und vermeintliche Weiterfahrt Richtung Grenze. Es war nicht der Tag von Doriana, irgendwie ging etwas schief mit navigieren und die Fahrt führte erst einmal in die falsche Richtung. Ernest war sauer und Doriana noch mehr verunsichert und „dünnhäutig“. Wieder auf dem richtigen Weg wurden am Lago Tormen zwei Steaks gegrillt. Zum draussen sitzen war es wegen den vielen Wespen unmöglich. Von einem älteren Argentinier-Oesterreicher bekamen wir Samen von Araukarien geschenkt. Diese Bäume bestimmen das Bild in den Anden in dieser Gegend und werden bis zu 1000 Jahre alt. Am imposanten und teilweise mit Schnee bedeckten Vulkan Lanin quoll kurz unterhalb des Gipfels Rauch heraus, ein Zeichen, dass dieser noch aktiv ist. Nach einer problemlosen Einreise nach Chile ging es bis nach Pucon. Auch hier wurde wieder am See, direkt beim Segelhafen, parkiert und geschlafen. Ein weiterer Ruhetag in Pucon. Spaziergang im Städtchen, Einkäufe, Internetsurfing, Frisörbesuch, Berliner mit Vanillecreme essen – der Tag ging schnell vorbei. Der Vulkan Villarica zeigte sich in der Abendsonne und man konnte auch hier den Rauchausstoss gut beobachten. Anmerkung: Der Villarica brach am Folgetag, nachdem wir Pucon verlassen hatten, aus. Einige Dörfer mit 3500 Einwohnern total mussten evakuiert werden. Es gab zum Glück keine Todesopfer.
Bei bedecktem Himmel fuhren wir weiter nach Villarica und „über Land“, vorbei an abgeernteten Feldern und entlegenen Bauerhöfen bis nach Los Aureles. Bei den Bomberos haben wir Frischwasser erhalten und mussten natürlich Einblick in Bob gewähren. Zwei Chilenen rieten uns, unbedingt den Parque Conguillio zu besuchen. Er sei berühmt für seine breiten Lavaströme vom letzten Ausbruch des Vulkans Llaima im Jahre 2009 und den zahlreichen Araukarien. Tatsächlich tat sich eine total veränderte Landschaft vor unseren Augen auf, nachdem wir in den Park gefahren sind. Schwarzes Lavagestein soweit das Auge reicht. Wir fuhren durch eine Mondlandschaft und Doriana hatte ihr erstes richtiges Offroad-Erlebnis. Sie musste sich mit den Füssen ansperren und am Haltegriff festhalten. Ernest sei ein Profi und hätte Bob sicher über die grossen Steine, den schmalen Weg und durch die bedrohlich nahe kommenden Ästen der knorrigen Bäume bis zum Lago Conguillio gefahren. Ernest hatte in Melipeuco zwei grosse Pouletschenkel gekauft und wollte diese auf dem Grill braten.  Zum Glück für ihn und zum Pech von Doriana kam ein starker Wind auf und ans Grillen konnte nicht gedacht werden. So musste Doriana wieder ran und den Backofen aktivieren.











2015NP Conguillio – Venado TuertokmKoordin. Übernachtungsort
02.03.2015/Mo NP Conguillio - Mulchen239 -37.714722S,-72.248611W
03.03.2015/DiMulchen – Colbun311-35.700833S,-71.407222W
04.03.2015/MiColbun – Bardas Blancas/Arg353-35.868889S,-69.804167W
05.03.2015/DoBardas Blancas – San Rafael311 -34.610000S,-68.352222W
06.03.2015/FrSan Rafael – Mendoza258-32.898833S,-68.843056W
07.03.2015/SaMendoza – Rio Cuarto488-33.352500S,-64.657222W
08.03.2015/SoRio Cuarto – Venado Tuerto251 -33.748889S,-61.973611W

Montag, 02.03.2015 – Sonntag, 08.03.2015
Weiter gingt es, nochmals durch grosse Lavaflussbette, in Richtung Thermalbad Malacahuello. Da es im Bob seit einigen Tagen kein heisses Wasser mehr gab (die Heizung war vollends ausgestiegen) genossen wir das herrliche warme Wasser der Thermalquelle und fühlten uns nach dem Bad wie neugeboren. In Mulchen wurde am schönen Park neben der Rodeoarena gebaut, so dass wir an der Allee beim Fluss übernachtet haben. Auf der Schnellstrasse kamen wir zügig voran und erreichten das Weingut Vina Chillan (ein Tipp von Petra und Frank) wo uns die Schweizerin Karin empfangen hat. Karin und ihr Mann betreiben das Weingut hier in Chillan und ebenfalls ein Bio-Weingut in der Nähe der Kartause Ittingen in der Schweiz. Das Gut umfasst etwa 15-18ha, es werden vor allem Malbec und die alte französische Traubensorte Carmenere angepflanzt. Degustation und Wifi-Check und weiter ging es bis Colbun. Hier haben wir an der Tankstelle im Dorf übernachtet, da wir am Stausee keinen geeigneten Platz gefunden hatten. Die super ausgebaute Strasse 115 führt in Richtung Passo Meule/Pehuenche durch bizarre Mondlandschaft ohne Vieh oder anderes Getier und keinerlei Buschwerk. Die Passhöhe, gleichzeitig Wasserscheide Pazifik/Atlantik mit einem supermodernen Zollamt auf chilenischer Seite, liegt auf 2553m ü.M. Hier erkundigten wir uns, wo sich das Zollamt von Argentinien befindet. Die Angaben gingen stark auseinander von 65km bis zu 120km ab hier! An der Laguna Maule im Niemandsland gab es Mittagessen und nach etwa 60km nach dem Chilenischen Zollamt erreichten wir einen Weiler mit armseligen Hütten. Kein ersichtliches Schild, dass es sich um ein Zollamt handelt, kein Mensch war anzutreffen und so fuhren wir weiter, bis uns nach etwa 20 Kilometern ein Fahrzeug überholte und uns anwies zu halten. Ein Zollbeamter informierte uns, dass wir ohne Grenzformalitäten zu erledigen, einfach die Grenze nach Argentinien durchfahren hätten. Wir sollten sofort umkehren und in Begleitung des Zollfahrzeuges ging es zurück zum Zoll, wo die Zollformalitäten in etwa einer Stunde erledigt werden konnten. Von einer Busse haben die Beamten abgesehen. In Bardas Blancas fanden wir eine „Trucker-Beiz“ und haben dort das Nachtessen eingenommen und auf dem Parkplatz übernachtet.
Auf der kerzengeraden, endlosen Ruta 40 fuhren wir durch die Pampa nordwärts in Richtung San Rafael. Unterwegs im menschenlosen Gebiet testete Ernest die Alarmanlage. Alles funktionierte und alles war in Ordnung. Wie aus dem Nichts gelangten wir an eine Anhäufung von Bergen und Felsen und auf einer kurvenreichen Strasse durchquerten wir eine Gegend die aussah, wie wenn ein Riese einen Haufen Steine in die Ebene geworfen hätte. Nach einem Besuch beim Touristenbüro in San Rafael machten wir uns auf die Suche nach dem Weingut Alfredo Roca. Es war heiss, in der Fahrerkabine 37°. Nach einigen Wendemanövern und einiger Sucherei fanden wir den Familienbetrieb, welcher bereits in der 4. Generation geführt wird. Ein englisch sprechender Sohn führte uns herum und gab interessante Informationen. Danach wurde eingekauft und die Weinkartons im Bob unter dem Tisch verstaut. Nachtessen gab es in einem Restaurant in San Rafael. San Rafael ist die zweigrösste Stadt der Provinz Mendoza und liegt in einem fruchtbaren Obst- und Weinbaugebiet. Wieder einmal eine fantastische Fahrt. Links und rechts der Strasse Reben soweit das Auge reicht. Dazwischen Obstplantagen, Mais- und Sojakulturen. Auf der westlichen Seite sahen wir die Kordilleren, die meisten über 5000m hoch. Fantastisch war die Sicht auf den Vulkan Maipo mit 5323m und den Cerro Aconcagua, der höchste Berg Nord- und Südamerikas, mit 6960m Höhe. Auf dem Weingut Renacer statteten wir Samuel noch einen Besuch ab. Er hat sich gefreut, uns wieder zu sehen und so lud er uns zu einer Degustation ein. Natürlich haben wir wieder einige Flaschen Wein eingekauft. In Mendoza fuhren wir zur Plaza Indepencia und konnten Bob dort parkieren und über Nacht auch bleiben. Nach einem Spaziergang durch die hübsche Stadt ging es zum Friseur. Herausgeputzt und „in Schale“ geworfen hat Ernest Doriana zum Essen eingeladen – heute war ihr Geburtstag. Ein grosses Fest wurde in Mendoza gefeiert mit Rockkonzert auf einer Bühne, einem Umzug mit Misswahl – und wir mittendrin mit Bob. Die Fahrt ging weiter ostwärts in Richtung San Luis, einer beschaulichen Provinzhauptstadt in der Provinz San Luis mit knapp 170‘000 Einwohnern. Bei Villa Mercedes fuhren wir auf der Ruta 8 bis nach Rio Cuarto. Der Campingplatz war geschlossen, keine Saison mehr. Beim nahegelegenen kleinen Park fanden wir einen geeigneten Übernachtungsort. Am Abend um 19 Uhr war es immer noch 37° warm. Am Sonntag gab es Frühstücksbuffet im gegenüberliegenden Hotel mit gutem Wifi. Durch eine fruchtbare Landschaft ging es weiter bis Venado Tuerto, wo wir im grossen Supermarkt eingekauften und das Fleisch das erste Mal auf dem Grill zubereiten konnten. Fleisch, Brot, Oliven und ein gutes Glas Wein am Abend um 22 Uhr bei 29° - ein schöner Sonntagabend.




















2015Venado Tuerto – Parad. SuizokmKoordin. Übernachtungsort
09.03.2015/MoVenado Tuerto – Diamante/P.Delta339-32.121667S,-60.633056W
10.03.2015/DiDiamante – Gualeguaychu282 -33.012500S,-58.505000W
11.03.2015/MiGualeguaychu – Colonia d.S./UY259-34.470556S,-57.850278W
12.03.2015/DoColonia del Sacramento0-34.470556S,-57.850278W
13.03.2015/FrColonia d.S. – Montevideo192 -34.931111S,-56.159722W
14.03.2015/SaMontevideo – Paradiso Suizo83-34.789444S,-55.431111W
15.03.2015/SoParadiso Suizo0 -34.789444S,-55.431111W

Montag, 09.03.2015 – Sonntag, 15.03.2015
Rosario wurde von einigen Siedlern aus Santa Fe um 1730 gegründet und wichtig ist deren Hafen. Der Rio Parana ist für Ozeanriesen bis hierhin schiffbar, so dass der Warenverkehr mit den nördlichen Provinzen bis hier und nicht nur bis Buenos Aires erfolgen kann. Die Stadt ist, wie viele andere in Südamerika, schachbrettartig angelegt. Ernest wollte nicht in die Stadt rein, so wurde sie umfahren. Den Rio Parana haben wir auf einer grossen, sehr modernen Brücke überquert und gelangten in ein etwa 50 km breites Sumpfgebiet. Die Strasse ist auf einem Damm gebaut und zwischen den Sumpfgebieten waren Seen, aber auch Weideflächen für Pferde und Rinder zu sehen. In der Stadt Victoria, am Ende des Sumpfgebietes bogen wir ab in Richtung Parque National Pre Delta. In diesem schönen Naturpark kann man viele Vogelarten und Wasservögeln sowie Wasserschweine – Cabybaras – beobachten. Das Cabybara bewohnt die feuchten Regionen in Südamerika und zeigt im Körperbau und in seiner semiaquatischen (teilweise im Wasser stattfindenden) Lebensweise Ähnlichkeiten mit den Flusspferden ist jedoch eng mit den Meerschweinchen verwandt. Wiederum machten wir nette Bekanntschaft im Park mit einem holländischen Paar, welches jeweils das Winterhalbjahr in Südamerika herumreist. Via Victoria ging es in Richtung Uruguay zur Grenzstadt Gualeguaychu an einem Nebenarm des Rio Uruguay gelegen. Hier verbrachten wir in einer Nebenstrasse die Nacht.
In Uruguay angekommen, wurde bemerkt, dass die Karte Uruguay auf dem Navi nicht geladen war. Dies stresste Doriana wieder einmal und zu allem Übel reagierte ihr Tablet auch nicht mehr auf ihre Finger (touch). Bis Mercedes ging alles gut, aber dann konnte die aktuelle Position auf dem Navi nicht mehr gefunden werden oder wir befanden uns auf dem Navi mitten in Montevideo wo wir nicht wirklich waren. Irgendwie schafften wir es mit dem IPhone von Ernest zu navigieren und erreichten gegen Abend Colonia del Sacramento. Die Landschaft hier ist wieder etwas hügeliger als in Argentinien, aber immer noch, soweit das Auge reicht, mit Mais- und Sojakulturen übersät. Colonia del Sacramento ist eine am Río de la Plata gelegene Kleinstadt in Uruguay. Sie ist Hauptstadt des Departementos Colonia. Colonia del Sacramento ist die älteste Stadt Uruguays, ihre Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Bekannt sind unter anderem die alte Stadtmauer mit dem Tor und der Leuchtturm, dessen Bau 1945 begonnen und, unterbrochen durch den Guerra Grande, erst 1957 fertiggestellt wurde. Parkiert und geschlafen haben in der Hauptstrasse in der Nähe des Hafens. An unserem Bob war ein Zettel angebracht von Ruedi und Kerstin, wir sollen uns doch melden. Nach einem Telefongespräch haben wir uns verabredet und durften auf deren tollen Segelboot einige schöne Stunden verbringen. Es gab viel zu erzählen und auch beim späteren Apéro im Bob war der Gesprächsstoff noch nicht ausgegangen. Im Touristenoffice sahen wir ein Video über Uruguay, welches das Land als gutes Ferienland empfiehlt – Meer, Strände, Städte, Berge, weite Felder und Dünen. Weiter ging’s auf der Ruta 1 in Richtung Montevideo. Nach einem vergeblichen Versuch, unterwegs Bob zu waschen, kamen wir gegen Abend in Montevideo an und parkierten beim Leuchtturm auf einer Landzunge. Hier haben wir auch geschlafen. Montevideo hat eine schöne Strandpromenade und schöne Strände. Nach kurzweiliger Fahrt von 80 km und einer Einkaufstour im Supermarkt kamen wir im Camping Paraiso Suizo an. Dieser von einem Schweizer Ehepaar geführtem Ort, ist Anlaufstelle und Durchgangsort vieler Touristen und Camper, welche entweder aus Europa angekommen sind oder wieder zurück nach Europa reisen. Der Sonntag war gemütlich. Doriana hat lediglich Giovanni, einem anderen Reisenden, mit Ernests Bartschneider die Haare geschnitten.
















2015Paradiso Suizo – SchweizkmKoordin. Übernachtungsort
16.03.2015/Mo Parad. Suizo, Ausfl. Punta d.Este135-34.789444S,-55.431111W
17.03.2015/DiParadiso Suizo0-34.789444S,-55.431111W
18.03.2015/MiParadiso Suizo – Montevideo88-34.931111S,-56.159722W
19.03.2015/DoMontevideo0-34.931111S,-56.159722W
20.03.2015/FrMontevideo0-34.931111S,-56.159722W
21.03.2015/SaMontevideo (Abgabe Bob), Hotel10-
22.03.2015/So Montevideo – Flug Buenos Aires0-
23.03.2015/MoFlug Buenos Aires – Zürich0-

Montag, 16.03.2015 – Montag, 23.03.2015
Am Montag stand ein Tagesausflug nach Punta del Este auf dem Programm. Die Route führte vorwiegend dem Meer entlang. Einen wunderbaren Panoramablick auf die Stadt hatten wir von einem Hügel aus. Die Stadt selber hat schöne, grosszügig gestaltete Alleen, Parks und lange Sandstrände. Ernest meinte, diese Stadt kann sich ohne weiteres mit Cannes oder Nizza messen, sei nur viel grosszügiger angelegt und hätte viel mehr Platz. Via Piriapolis ging es zurück nach Paraiso Suizo und am nächsten Tag weiter nach Montevideo zur Schiffsagentur. Ernest hat Mr. Ignacio  Ricciardi von MHSA einen Besuch abgestattet und erfahren, dass wir Bob am 21.03.2015 am Hafen abliefern können und die Asian Captain von EUKOR erst am 23.03.2015 ausläuft. Parkiert haben wir wieder beim Leuchtturm. Am Donnerstag wurde Bob geputzt, am Freitag das Bettzeug abgezogen, Endreinigung gemacht und gepackt. Auf dem Parkplatz vom Holiday Inn durfte Bob parkiert bleiben. Wir haben im Hotel geschlafen. Am Samstag ging es zum Hafen, wo wir von Herrn Ignacio bereits erwartet wurden. Bob wurde im Hafen abgestellt, Formalitäten wurden erledigt, den Schlüssel abgegeben und zu Fuss ging es zurück zum Hotel. Unterwegs wurden noch kleinere Einkäufe getätigt. Nach dem reichhaltigen Frühstück im Hotel ging es mit dem Taxi zum Flughafen. Auf dem Flug von Montevideo nach Buenos Aires hatte es kaum Gäste im Flieger und der Flug war sehr angenehm. Obwohl der Weiterflug im gleichen Flugzeug erfolgte, mussten wir aussteigen, zum Transit gehen und wieder einsteigen. Der Flieger war ausgebucht und zu allem Übel ging es von der Rollbahn nochmals zurück zum Gate. Es wurde zu wenig Kerosin geladen und die Maschine hatte auch sonst noch kleinere technische Probleme. Gute drei Stunden sassen wir im Flieger, bevor dieser endlich für den Flug nach Paris abhob. Natürlich verpassten wir den Weiterflug nach Zürich und so kamen anstatt um etwa 14 Uhr erst um 17 Uhr in Zürich an. Empfangen wurden wir von Ernesto und Luca, Susanne und Calou. Ein toller Reiseabschnitt ging zu Ende und sowohl Doriana wie auch Ernest werden diesen sicher noch lange in Erinnerung behalten.